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Historisches und Allgemeines
Die Reizung von Akupunkturpunkten ist wohl die älteste und am weitesten verbreitete Heilmethode der Welt. Durch Einstiche mit Nadeln an genau festgelegten Punkten der Haut können Störungen im Körperinneren beseitigt oder gelindert werden.
Die erste zur Zeit bekannte schriftliche Erwähnung der Akupunktur und Moxibustion stammt aus dem zweiten Jahrhundert vor Christus. Der Begriff Akupunktur wurde von Pekinger Jesuitenmönchen im 17. Jahrhundert geprägt; er setzt sich aus den lateinischen Wörtern acus (= Nadel) und pungere (= stechen) zusammen, bedeutet also „Therapie mit Nadeln“. Erst gegen Ende des 20. Jahrhunderts drang die Traditionelle Chinesische Medizin und mit ihr die Akupunktur verstärkt in den Westen vor. Die Akupunktur gehört zu den Umsteuerungs- und Regulationstherapien. In der Akupunktur wird von der Existenz von 361 Akupunkturpunkten ausgegangen. Sie liegen auf Leitlinien, die man als Meridiane bezeichnet. In ihnen kreist nach traditioneller chinesischer Auffassung die Lebensenergie „Qi“ mit ihren Anteilen Yin und Yang. Diese beiden lebenserhaltenden Kräfte sind im Körper als Gegenpole gleichzeitig wirksam. Ihr Gleichgewicht stellt den idealen Gesundheitszustand dar, ihr Ungleichgewicht führt zu Beschwerden und Krankheit.

Durchführung
Eine Akupunktursitzung dauert etwa 30 bis 45 Minuten. Dabei wird der Patient ruhig und entspannt gelagert, typischerweise liegt er oder sitzt bequem. Vor dem Einstich einer Nadel wird die Stelle und die unmittelbare Umgebung leicht massiert. Während einer Sitzung werden immer so wenige Nadeln wie möglich gestochen, maximal 16. Auch nach der Akupunktur sollte der Patient eine Zeit lang noch entspannt verharren. Eine komplette Therapie umfasst in der Regel (je nach Krankheit) fünf bis 15 solcher Sitzungen.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, auf Akupunkturpunkte einzuwirken. Sticht man Nadeln in sie ein, so bezeichnet man dies als Akupunktur, außerdem kann man sie auch durch Wärme (Moxibustion), Ultraschall, Laserstrahlen oder auch durch Druck mit dem Finger oder mit einem Stift (Akupressur) reizen.
Betrachtet man die über den Körper laufenden Meridianbahnen, wird deutlich, dass auch Akupunkturpunkte, die fern des eigentlichen Schmerz- oder Krankheitsgeschehens liegen, bei der Behandlung eine wichtige Rolle spielen. Die Energie des gesamten Meridians als Funktionskreis mit seinen zugeordneten Organen muss stabilisiert werden, um das Gleichgewicht wieder herzustellen und so die Krankheit wirkungsvoll zu behandeln. Das Einstechen der dünnen Akupunkturnadeln verursacht einen kaum spürbaren Schmerz.

Welche Krankheiten sind mit Akupunktur heilbar?
Akupunktur ist für viele – nahezu alle- Leiden des täglichen Lebens geeignet - vor allem bei Schmerzproblemen zeigt sie beste Wirksamkeit. Behandelt werden können durch Ohr- bzw. durch Klassische Chinesische Akupunktur vor allem Erkrankungen, die auf eine gestörte Organfunktion zurückzuführen sind.Bei zerstörten Strukturen, z.B. starker Arthrose, kann die Akupunktur nur noch eine Linderung bewirken. So wenig die Akupunktur Gallen- oder Nierensteine auflösen kann, so wenig vermag sie Knochenbrüche zu heilen. Nach einer Operation kann sie jedoch die Schmerzen nehmen.
Die Einsetzbarkeit der Akupunktur ist so enorm groß, da die Chinesen zu früheren Zeiten hauptsächlich die Akupunktur als Mittel zur Heilung hatten. So wurden für nahezu alle Leiden Punktekombinationen gefunden, die sich bewährt haben.
Manche Kranke empfinden nach der Akupunktur sofort Erleichterung, andere brauchen Tage dazu. Üblicherweise benötigt man etwa vier oder fünf Behandlungen, im Abstand von etwa einer Woche, bevor eine Besserung verspürt wird. Es gibt Patienten, die bemerken so etwas wie eine schwebende Leichtigkeit nach einer Behandlung, und fast alle fühlen sich danach sehr entspannt.

Wirkung
Die Akupunktur – und vor allem die Ohrakupunktur – bedient sich der Steuerzentrale des Menschen, des Gehirns (dem zentralen sowie peripheren Nervensystem). Alle Reize, die durch die Akupunktur ausgelöst werden, gelangen über die Nervenzellen zu den angesprochenen Körperteilen, wo sich die Durchblutung verändert oder Substanzausschüttungen (v.a. Hormone als Botenstoffe für Zellaktivität) angeregt bzw. gehemmt werden. Gerade die Ohrakupunktur ist aufgrund der engen Verbindung zwischen der Ohrmuschel und den Schmerzzentren des Gehirns besonders effektiv.
Akupunktur wirkt vor allem bei gestörter Organfunktion heilend. Handelt es sich aber bereits um die fortgeschrittene Zerstörung von Strukturen, kann auch mit Akupunktur nur noch eine Linderung der Beschwerden bzw. Schmerzen erreicht werden. Von qualifizierten Personen angewendet, ist die Akupunktur eine praktisch risiko- und nebenwirkungsfreie Behandlungsmethode. Idealerweise ergänzen sich Akupunktur und Schulmedizin in Diagnostik und Therapie.

Üblicherweise benötigt man mindestens vier bis fünf Sitzungen im Wochenrhythmus, bevor eine beständige Wirkung eintritt, meist sind insgesamt ca. zehn Sitzungen notwendig.

Indikationen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für eine Akupunktut-Behandlung

 
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